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Angst vor Veränderung

Veränderungen & die Zyklen der Natur 

21. Dezember 2017

Vielen von uns machen Veränderungen Angst.

Wenn wir etwas in unserem Leben haben, dass wir sehr lieben, haben wir Angst es zu verlieren. Und auch wenn wir in Lebenssituationen stecken, die uns nicht mehr gut tun, halten wir oft weiter daran fest. Wir haben Angst vor dem Neuen, vor dem Unbekannten und halten deswegen auch an Situationen und Menschen fest, die uns nicht mehr gut tun, deren Zeit eigentlich abgelaufen ist.

Das Altbekannte ist sicher, gibt uns „scheinbar“ Sicherheit. Das Neue ist ungewiss. Wir wissen nicht was kommt und wo es uns hinführt. Deswegen bleiben wir lieber beim Alten. Wir halten daran fest – auch dann, wenn die Zeit, loszulassen, schon längst gekommen ist. 

Dabei vergessen wir, dass Veränderung ein Naturgesetz ist!

Wir werden als Säugling geboren und wachsen, altern, verändern und erneuern uns jede Sekunde.

Das Leben der Raupe geht zu Ende und der Schmetterling wird geboren.

Die Sonne geht am Morgen auf und am Abend wieder unter. Sie bewegt sich den ganzen Tag. Und nur, weil sie am Abend untergeht, können wir morgens wunderschöne Sonnenaufgänge beobachten.

Der Baum lässt im Herbst seine Blätter fallen und im Frühling neue wachsen.

Niemand würde auf die Idee kommen, in  diese Entwicklung einzugreifen. Und auch wenn wir es versuchen würden, wären wir nicht erfolgreich. Es ist der Lauf der Natur, der Lauf des Lebens.

Es gibt auch keinen Grund in diesen Lauf einzugreifen. Denn der Natur liegt ein intelligentes, in sich perfektes Konzept zugrunde, das weit über unser Verständnis hinaus geht. Wir können darauf vertrauen, dass die Sonne am nächsten Morgen wieder aufgeht und der Baum seine Blätter zwar im Herbst abwirft, im Frühling aber neue wachsen werden.

Diese Veränderungen in der Natur sehen wir als etwas selbstverständliches an und hinterfragen sie nicht. Wir können vertrauen und haben nicht das Bedürfnis einzugreifen.

Anders bei unseren persönlichen Belangen. Hier fällt uns das Vertrauen auf den Fluss des Lebens oft schwer. Wir haben verlernt zu vertrauen. Aber, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht, wir sind Teil der Natur, Teil des Universums. Für uns gelten die selben Gesetze. Und das Leben wird um einiges leichter, wenn wir wieder lernen mitzugehen und darauf zu vertrauen.

Alles ist vergänglich. Alles hat seine Zeit. Das ist nicht schlimm, sondern einfach nur der Lauf der Natur. Auf ein Ende folgt etwas Neues. Auf Tod folgt neues Leben. Unsere Aufgabe ist es einfach mitzugehen, loszulassen und zu vertrauen.

Schon Buddha sagte in seinen Lehren, die Ursache allen Leidens sei das Festhalten an Vergänglichem.

Der Sprung ins Unbekannte ist nicht einfach! Aber wir können im Kleinen beginnen und anfangen unsere Sichtweise auf das Neue zu ändern. Anstatt Angst vor dem Unbekannten zu haben, Angst dass alles schlechter werden könnte als es gerade ist, können wir versuchen die Situation mal aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Anstatt das Unbekannte zu fürchten können wir uns auch FREUEN… NEUGIERIG sein… auf die unzähligen SPANNENDEN MÖGLICHKEITEN, die das Leben uns bietet, auf neue ERFAHRUNGEN, ABENTEUER und ÜBERRASCHUNGEN!